VSDW - Volkstheatervereinigung Sektion Detusche Schweiz

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Präsidentenkonferenz VSDW. 27. Nov. 2010 in Raron

Es folgt ein Bericht des Präsidenten und eingeflochten andere wichtige Voten bei der
Präsidentenkonferenz.
Anwesend waren 7 Vereine!

Bericht des Präsidenten: Es ist nicht unbedingt gewöhnlich, dass bei der
Präsidentenkonferenz der Präsident einen Bericht macht. Doch in der jetzigen
Situation ist es doch notwendig, dass ich ein paar Worte an euch richte.
Zuerst einmal danke für das zahleiche Erscheinen. Dies deuten wir als
Vertrauenskundgebung uns, dem Vorstand gegenüber und das gibt uns wieder Mut,
die Klippen, die sich uns hie und da in den Weg stellen und die uns an uns selber
zweifeln lassen, zu umschiffen.

Es geht vor allem darum, dass eine Trägheit bei den Mitgliedern festgestellt wird.
Wir vom Vorstand bekommen keine Feedbacks, wir wissen nicht, was in den
Vereinen geschieht. Eine Enttäuschung die erste Einladung zur Präsidentenkonferenz
2010. Vor allem das Rahmenprogramm, das wir bieten wollten, stiess auf
keinerlei Echo. Deprimierend fanden wir, dass von all den vielen Veteranen ausser
bei zwei kein Interesse vorhanden war.
In diesem Zusammenhand mache ich auch die Vereine darauf aufmerksam, dass sie
sich ein bisschen mehr um das Veteranenwesen kümmern sollten. Jeder Verein hat
Veteranen und diese sollten gepflegt werden.
Für uns ist es wichtig, dass wir bis Ende Februar 2011 eine korrigierte Liste der
Veteranen der Vereine erhalten. Wir werden die Veteranen nämlich wieder einmal zur
GV einladen.
Es ist auch ein geringes Interesse bei den Vereinen, was auf schweizerischer Ebene
in Sachen Volktheater läuft. Die Wichtigkeit des ZSV und die Zusammenarbeit mit
den Verbänden wird zu einem späteren Zeitpunkt Frau Schwarz, Präsidentin des
ZSV erklären.
Damit wir wahrgenommen werden, ist es wichtig, dass wir von euch die notwendigen
Daten erhalten.
Hanspeter Brantschen kurz erläutern, was er jeweils wann von den Vereinen will.
Ich bin bis jetzt noch stolzer Kapitän des Schiffen VSDW. Nur beginnen die Wellen
hie und da über den Reling zu springen und da ich kein guter Schwimmer bin, hab ich
schon mit dem Gedanken geliebäugelt, auf der nächsten schönen Insel
abzuspringen. Doch wie einleitend erwähnt, gibt mir und uns der heutige Aufmarsch
wieder Wind in die Segel und wir versuchen weiter zu skippen.
Aktuelle Situation der VSDW:
Die aktuelle Situation der VSDW hat sich in der Substanz seit der letzten GV in
Naters nicht verändert.
Problem Nr. 1 ist immer noch die Rekrutierung des Vorstandes. Wir sind immer nur 4
statt der notwendigen 5 Vorstandsmitglieder und es kommt dazu, dass ein
Vorstandsmitglied uns für mindestens ein halbes Jahr verlassen wird.
Soll das Schiffchen VSDW weiterhin Sturm und Wetter trotzen, brauchen wir
undbedingt die erforderlichen Matrosen.
Was das Angebot betrifft, hat sich eigentlich nichts verändert. Unsere Angebote
finden Sie im Internet.
Weiter wurde eine eigene Webseite aufgeschaltet. Es gab eine einzige positive
Reaktion zu dieser Webseite! Auch das ein Indiz für das „grosse“ Interesse an der
Sache!
Leider werden die Dienstleistungen nicht genutzt.
Bis jetzt haben wir zwei Vereine, Raron und Varen, die von unseren Dienstleistungen
(Kurswesen) Gebrauch machten.
Benutzt doch die Gelegenheit. Wir vermitteln gerne. Ich denke da an Hauskurse, ich
denke da an Kurse, die vom ZSV angeboten werden.
Geht mal in die Deutschschweiz an einen Kurs, man wird nicht dümmer und wir
helfen ja finanzieren. Der ZSV hat ein sehr vielfältiges Kursangebot.
Finanzielle Lage der VSDW:
Die sieht wirklich nicht gut aus! Wohl haben wir im Moment noch Geld, doch das kann
dann schnell zu Ende gehen, wenn wir die Unterstützung des Kantons nicht mehr
haben und genau das ist jetzt eingetreten.
Wir haben von der kantonalen Kulturkommission eine klare Absage erhalten, d.h. wir
müssen auf die CHF 2‘000.- verzichten.
Dieser Einschnitt wird natürlich Konsequenzen haben. Wir werden im Vorstand über
die Konsequenzen beraten und euch dann anlässlich der GV vom 2. April in Steg
informieren und über eventuell konkrete Vorschläge befinden lassen.
Soviel können wir heute schon sagen:
Für die Organisation und die Durchführung der GV müssen die Teilnehmer einen
Beitrag zahlen, wie es an allen anderen Versammlungen der ZSV-Verbände schon
heute üblich ist. Wir rechnen mit einem Betrag von CHF 25.- - 30.- pro Teilnehmer.
Wir müssen wahrscheinlich das Mitgliederbeitragswesen genau unter die Lupe
nehmen und schauen, was wie korrigiert werden kann.
Auf keinen Fall wollen wir aber die Dienstleistungen kürzen!
Hier informiert Roman Gsponer kurz über die finanzielle Lage und er kann im
Moment ein Vermögen von ca. CHF 12‘000.- ausweisen.
Unter dem Traktandum: Grundsatzdiskussion über die VSDW warf der Präsident
folgende Fragen auf:
- Braucht es die VSDW überhaupt?
- Was muss anders gemacht werden?
- Wie können wir uns verbessern?
- Sollen wir uns nur noch aufs Wesentliche konzentrieren, dh. Nur noch die GV
durchführen
Der Vertreter von Varen betonte auf die erste Frage, dass er sich genau die
Frage auch stelle. Wenn die Dienstleistungen nicht genutzt werden, stelle sich
klar die Frage: Brauchen wir die VSDW noch.
Roberto Imoberdorf vom Theaterverein Obergoms dankte dem Vorstand für die
Arbeit und vor allem für die Ausdauer und gibt der Meinung Ausdruck, dass die
VSDW an sich nicht in Frage gestellt werden sollte, sei sie doch ein wichtiges
Bindeglied zwischen der Theaterwelt im Oberwallis und dem Rest der
Deutschschweiz. Die Aktivitäten müssen aber klar hinterfragt werden. Was soll
noch gemacht werden? Genügt einfach eine GV, um den Verband aufrecht zu
erhalten?
Ady Summermatter lobt den Durchhaltewillen des Vorstandes und weist darauf
hin, dass die VSDW schon einige Hochs und Tiefs erlebt hat und dass sie immer
wieder „auferstanden“ ist. Er ist optimistisch für die Zukunft.
Brux vom Theaterverein Raron hackt hier ein und macht den Vorschlag, die
Dienstleistungen noch 2 Jahre anzubieten und dann Bilanz zu ziehen. Werden die
Dienstleistungen genutzt, dann sollen sie auch weiter angeboten werden, wenn
nicht, soll man sie streichen und die VSDW auf „Sparflamme“ weiterführen.
Dies entsprach der Meinung der Mehrheit und wir vom Vorstand verstehen das
klar als Auftrag und werden danach handeln.
Frau Brigitte Schwarz, Präsidentin des ZSV verstand es, in einem sehr guten
Vortrag die Aufgaben des ZSV darzustellen. Sie erklärte auch die Bedeutung der
Regionalverbände. Diese Information war wichtig. So konnten sich die
anwesenden Vereinsvertreter über den ZSV und die Zusammenarbeit mit den
Verbänden ein Bild machen.
St. Niklaus plant ein Freilichtspiel über das Dorf, das der Verein mit dem
Regisseur selber erarbeitet.
TV Obergoms plant für den Sommer 2011 etwas Besinnliches. In einem intimen
Ort (Kapelle?), der noch nicht definitiv bestimmt ist, wird etwas mystisches, etwas
aus der Sagenwelt vorbereitet. Auch hier liegt die ganze Produktion inklusiv Text
in den eigenen Händen.
Alle Veranstaltungen werden rechtzeitig im Internet veröffentlicht und wenn nötig
auch kommentiert.
Mit der Hoffnung auf eine ruhige Weiterfahrt des Schiffes VSDW, einem von der
Gemeinde Raron offerierten Apéro, einem Imbiss und regen Gesprächen übers
Theater schloss die Versammlung.
Der Vorstand VSDW

 

Last update: 08.12.2010